Unterrichtskonzepte
| Definition: "Ein Unterrichtskonzept bezeichnet die theoriegeleitete Grundeinstellung des Lehrers/der Lehrerin bezüglich Zweck, Anlage und Durchführung des Unterrichts" (Köck 2000, S. 206). |
Im Wesentlichen werden Unterrichtskonzepte von der eigenen schulischen Sozialisation der Lehrperson, sowie ihrer unterrichtstheoretischer Überzeugungen und praktischen Erfahrungen, ihres Berufsverständnisses und ihrer Sichtweise der SchülerInnen beeinflusst. Je nachdem wieviel die Lehrperson den SchülerInnen an Selbstorganisation zutraut, wird sie sich
die SchülerInnen stärker in Entscheidungen bzgl. des Lernprozesses einbeziehen.
Bei der Entscheidung für bestimmte Unterrichtskonzepte befindet sich die Lehrperson in der Situation, immer wieder zwischen den gegebenen Bedingungen abwägen zu müssen. So muss sie die Ansprüche und Voraussetzungen der SchülerInnen und ihre eigenen Zielsetzungen für die Lerneinheit berücksichtigen. Es handelt sich um einen immer wieder neu zu bestimmenden Brückenschlag zwischen den Unterrichtskonzepten.
Zitierte Literatur
Köck, P. (2000): Handbuch der Schulpädagogik für Studium - Praxis - Prüfung. Donauwörth.
Weiterführende Literatur
Behnken, I. (1989). Öffnung des Unterrichts. Wochenplanarbeit in der Grundschule. Pädagogische Welt 12/1989. S. 548-551.
Breuer, G. (1997). Freie Arbeit im 1. und 2. Schuljahr. München.
Götz, M. (1987). Von geschlossenen zu offenen Lernsituationen im Sachunterricht der Grundschule. Pädagogische Welt 12/1987. S. 537-543.
Kiper H., Meyer, H. & Topsch, W. (2002). Einführung in die Schulpädagogik. Berlin.
